Die Diskette
Ausstellung
"Ton und Musik auf Heimcomputern"
Heutzutage sind viele Videospiele soundtechnisch nicht mehr von Kinofilmen zu unterscheiden, und auch Filmmusik wird an Computern bearbeitet oder gar erstellt. Aber wie sind wir dahin gekommen?
Bis Ende der 1970er war ein gelegentlicher Piepser der einzige Klang, den Computer von sich gaben. Dann erzeugten die ersten Videospiele krude Melodien und Soundeffekte, die noch einiges an Phantasie verlangten. In den 80ern buhlten die verschiedenen Plattformen dann mit immer besseren Grafik- und Audiofähigkeiten um die Gunst der Nutzer*innen. Integrierte Synthesizer und aufgezeichnete Klangschnipsel («Samples») verliehen vor allem Spielen eine ganz neue Wirkung, und ihr technisch bedingt sehr eigener Klang gilt heute als ikonisch.
Javier Perez Montes, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Screenshot von https://winamp-lite.de.softonic.com
Spätestens seit den 90ern sind Computer auch in der professionellen Musikproduktion nicht mehr wegzudenken. Über das MIDI-Protokoll von 1983 lassen sich z.B. Synthesizer direkt vom Computer steuern, so dass darauf geschriebene Musik gleich angehört werden kann – der Computer wird zum «Sequenzer».
«TechnoCity Berlin Teil 1» auf YouTube, hochgeladen von Kanal Technomuseum
Mit steigender Leistung konnten Computer auch immer mehr Tonspuren aufnehmen, mit Effekten versehen und wiedergeben. Heutzutage können real-klingende Soundtracks mit virtuellen Instrumenten und aufwändigen Klangbibliotheken erstellt werden.
Die Ausstellung zeigt die unterschiedlichen Methoden zur Klangerzeugung über die Jahrzente und lädt zum Spielen, Komponieren und Stöbern in digitalen Jukeboxen vergangener Zeiten ein.
Wann diese Ausstellung zu sehen ist, steht in den Terminen.